Rezension: Hundert minus einen Tag – Kim Leopold

Nach einem Interview und der Rezension zu den Romanen „Love, Kiss, Cliff“ und „Ascheregen“ ist Kim Leopold auf „A handful of literature“ nun schon längst keine Unbekannte mehr. Umso mehr freue ich mich, eine Rezension zu ihrer Kurzgeschichte „Hundert minus einen Tag“ präsentieren zu dürfen.


Inhaltsangabe

100 Minus einen Tag - Kim Leopold
Titel: Hundert minus einen Tag | Autorin: Kim Leopold | Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform | Format: Ebook | Seitenanzahl: 80 | Preis: 1,49€

„Glaubst du an Weihnachtswunder?

Kurz vor Weihnachten wird Alina von ihrem Freund abserviert und das, obwohl sie gerade in den Zug steigen wollte, um ihn zu besuchen. Am Bahnhof trifft sie auf Cameron, einen amerikanischen Austauschstudenten, der sich mit einem akkurat gefalteten Stofftaschentuch einen Weg in ihr Herz erschleicht. Er entführt sie in ein magisches Münster, voll mit Weihnachtsmärkten, gebrannten Mandeln und schiefen Popsongs, bis ihr das Leben plötzlich wieder leicht erscheint. Es könnte alles so perfekt sein, wenn da nicht dieses Geheimnis wäre, das Cameron mit sich herumträgt.“


Rezension

Nach „Love, Kiss, Cliff“ und „Ascheregen“ von Kim Leopold freue ich mich sehr auf den nächsten Teil der „How to be Happy“ Reihe (ein sehr inspirierender Name!), der nächstes Jahr erscheinen soll. Um die Wartezeit zu verkürzen, beschert uns Kim rechtzeitig zur besinnlichen Adventszeit eine romantische Kurzgeschichte mit dem Titel „Hundert minus einen Tag“.

„Hundert minus einen Tag“ erzählt die Geschichte von Alina und Cameron, die sich nur durch Zufall treffen und dessen Schicksale von dem Moment an unweigerlich miteinander verbunden sind. Zwar möchten sie sich eigentlich gar nicht weiter aufeinander einlassen, doch irgendwas zieht sie magisch zueinander. Alina und Cameron verbringen eine wundervoll harmonische und romatische Weihnachtszeit und erleben ein traumhaftes Wintermärchen.

„Ich meine, niemand weiß, wie hart man zu sich selbst ist. Niemand weiß, wovon man träumt und was man sich wünscht. Wofür man sich schämt. Alle kennen nur die Seite, die man ihnen zeigt.“ ( 100 Minus einen Tag – Kim Leopold)

Alina und Cameron sind zwei äußerst sympathische Figuren, die mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen sind und die ich nicht mehr missen möchte. Alina mit ihrer naiven und schüchternen Art, die Cameron sofort den Kopf verdreht und Cameron, der ganz im Gegensatz zu Alina, der starke, selbstbewusste und charismatische Typ ist. Mein Kritikpunkt in diesem Fall, ist die schnelle Entwicklung in der Beziehung zwischen den Protagonisten, die zwar gut nachvollziehbar war, mir jedoch viel zu zügig und zweifellos von Statten ging. Gerade die Tatsache, dass Alina vor einigen Tagen erst von ihrem Freund sitzengelassen wurde, ließ mein Herz innehalten und zögern, doch im nächsten Moment beschäftigte mich der Gedanke, dass die Liebe sowieso handelt wie sie es mag und die Anziehung zwischen Alina und Cameron durchaus realistisch ist. Das ist auch eine Besonderheit an Kim Leopolds Geschichten: Sie sind authentisch, direkt aus dem Leben gegriffen und wahnsinnig ehrlich.

Mit den beiden Protagonisten verbringen wir lustige Stunden auf dem Münsteraner Weihnachtsmarkt (den ich nun unbedingt selbst mal besuchen möchte!), romantische Minuten vor dem Kamin oder beim gemeinsamen Kekse backen in der Küche. Die Zeit verrinnt wie Sand zwischen unseren Fingern und eher als es mir lieb war, musste ich in mein reales Leben zurückkehren. Besonders schön, finde ich die Anspielung auf den Autor Ash und sein Buch, welches in den vorherigen Bänden eine wichtige Rolle spielt. Dies rundet die Geschichte gut ab und man kommt nicht umhin wahrzunehmen, mit wie viel Liebe zum Detail Kim Leopold arbeitet.

“ Es ist wie ein freier Fall und er ist da, um mich aufzufangen. Also falle ich.“ (100 Minus einen Tag – Kim Leopold)

Der Schreib – und Erzählstil vom Kim ähnelt dem in ihren vorherigen Werken und das auf positive Art und Weise – flüssig und angenehm zu lesen. Was möchte man mehr? Schade finde ich lediglich, dass Kim bei der Kurzgeschichte auf die Zitate am Kapitelanfang verzichtete, dies empfand ich bei „Ascheregen“ als sehr inspirierend.


Fazit

Eine traumhafte schöne Kurzgeschichte in winterlichem Gewand, die für große Gefühle und eine große Portion Sehnsucht pünktlich zum Weihnachtsfest sorgt.


Über die Autorin

„Kim Leopold wurde 1992 geboren und lebt derzeit mit Freund und Katz im schönen Münsterland. Schreiben und Reisen gehören zu ihren Hobbies, die sie gerne verbindet, in dem sie über Orte schreibt, an denen sie schon gewesen ist. „Love, Kiss, Cliff“ ist ihr erster Roman, der 2015 bereits als Blogroman auf ihrem Bücherblog www.allthesespecialwords.blogspot.de zu lesen war.“ (Quelle)

Einiges mehr erfahrt ihr außerdem im Interview auf „A handful of literature“.

2 thoughts on “Rezension: Hundert minus einen Tag – Kim Leopold

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.