Rezension: Holding Up the Universe – Jennifer Niven

Nach dem sensationellen Erfolg von „All die verdammt perfekten Tage“ ( → meine Rezension findet ihr hier), hat Jennifer Niven nun ein weiteres Buch veröffentlicht : „Holding Up the Universe“. Bisher ist es nur auf englisch erhältlich.


Inhaltsangabe

„Everyone thinks they know Libby Strout, the girl once dubbed “America’s Fattest Teen.” But no one’s taken the time to look past her weight to get to know who she really is. Following her mom’s death, she’s been picking up the pieces in the privacy of her home, dealing with her heartbroken father and her own grief. Now, Libby’s ready: for high school, for new friends, for love, and for EVERY POSSIBILITY LIFE HAS TO OFFER. In that moment, I know the part I want to play here at MVB High. I want to be the girl who can do anything. 

Everyone thinks they know Jack Masselin, too. Yes, he’s got swagger, but he’s also mastered the impossible art of giving people what they want, of fitting in. What no one knows is that Jack has a newly acquired secret: he can’t recognize faces. Even his own brothers are strangers to him. He’s the guy who can re-engineer and rebuild anything in new and bad-ass ways, but he can’t understand what’s going on with the inner workings of his brain. So he tells himself to play it cool: Be charming. Be hilarious. Don’t get too close to anyone.

Until he meets Libby. When the two get tangled up in a cruel high school game—which lands them in group counseling and community service—Libby and Jack are both pissed, and then surprised. Because the more time they spend together, the less alone they feel. . . . Because sometimes when you meet someone, it changes the world, theirs and yours.

Rezension: Holding Up the Universe - Jennifer Niven
Titel: Holding Up the Universe | Autorin: Jennifer Niven | Verlag: Knopf Books for Young Readers | Format: Ebook | Seitenanzahl: 402 | Preis: 8,87€ | ISBN: 978-1524701086 | Vielen Dank an Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Rezension

In „Holding Up the Universe“ lernen wir zwei Protagonisten kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Libby soll nach jahrelanger Abwesenheit wieder eine ganz normale Schule besuchen. Sie freut sich schon sehr, doch nach dem sie als Americas Fattest Teen sogar aus ihrem eigenen Haus gerettet werden musste, hat sie große Zweifel und Angst vor der Reaktion ihrer Mitschüler. Jack hingegen ist gutaussehend, populär und in einer Beziehung mit dem beliebtesten Mädchen der Schule. Doch auch er hat mit sich zu kämpfen – er leidet unter Prospopagnosia. Das bedeutet, dass er Gesichter nicht wieder erkennt und sich jeden Tag aufs Neue damit auseinandersetzen muss. Außer er, weiß keiner von seiner Krankheit. Aufgrund eines Vorfalls in der Schule, müssen Jack und Libby gemeinsam an einem Gesprächskreis in der Schule teilnehmen und lernen dabei sich selbst und den anderen zu schätzen.

„And then we´re dancing in unison – heads bobbing to the right, to the left, shoulders forward, shoulders back. Now we´re yelling the words, and I´m pounding on the steering wheel, and she´s got her arms in the air, and it´s the best song I´ve ever heard , and now I´m smiling at her.“ („Holding Up the Universe“ – Jennifer Niven)

Wie schon bei „All die verdammt perfekten Tage“ gefiel mir der Schreibstil von Jennifer Niven sehr gut – leicht zu verstehen, dennoch nicht zu simpel geschrieben und man taucht schnell in die neue Handlung ein. Nicht allzu anspruchsvoll, aber dennoch zum Nachdenken anregend.

Die Grundstory und die Message der Geschichte konnten mich ebenfalls überzeugen. Liebe dich selbst. Ein roter Faden, der sich konsequent durch die Geschichte zieht und an all diejenigen appeliert, die manchmal zu sehr an sich zweifeln. Libby beispielsweise stört sich noch nicht einmal allzu sehr an ihrem Gewicht – die anderen schon. Sie selbst möchte sogar in der Cheerleading Gruppe an ihrer neuen Schule teilnehmen – die anderen sind dagegen. Warum fragt man sich? Ganz einfach, sie passt nicht ins Konzept und das ist das Großartige an der Botschaft in „Holding Up the Universe“. Wir lassen uns viel zu oft von anderen definieren. Das bedeutet aber auch, dass wir selbst viel zu oft andere Menschen verurteilen.

„His eyes turn cold, and there it is – the hatred a total stranger can feel for you, even if they don´t know you, simply because they think they know you or hate what you are.“ („Holding Up the Universe“ – Jennifer Niven)

Als einzelne Charaktere haben mir Jack und Libby sehr gut gefallen, doch deren Beziehung/Freundschaft zueinander konnte ich weder verstehen, noch konnte es mich in irgendeiner Art und Weise berühren. Allein waren sie stark, kämpften für ihre Wünsche und wuchsen über sich hinaus, vervollständigten sich selbst – was sie dann aneinander mochten, verstand ich leider nicht. Ähnlich wie bei Nivens ersten Roman bin ich nicht restlos überzeugt von der Geschichte, freue mich jedoch auf weitere Werke der Autorin.


Fazit

Ein abwechslungsreiches Buch, welches, wie schon zuvor bei „All die verdammt perfekten Tage“, ein Tabu Thema aufgreift und sich konsequent damit auseinandersetzt. Auch wenn mich der Grundgedanke sehr angesprochen hat, fiel es mir schwer Jack und Libby näher zu kommen und deren Beziehung nach zu vollziehen.


Über die Autorin

„Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in über 32 Länder verkauft. Der Roman stürmte kurz nach Erscheinen nicht nur die New-York-Times- sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste, und eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles.“ (Quelle)


Lieblingslinks

[Rezension] Jennifer Niven – „Holding Up the Universe“  von Jess auf dem Blog Primeballerina´s books

4 thoughts on “Rezension: You are wanted. Holding Up the Universe -Jennifer Niven

  1. Hi Giv 🙂

    Tolle Rezension! Seit ich das Buch das erste Mal gesehen habe, schwanke ich immer noch, ob ich es mir kaufen soll oder nicht. Deine Rezension hat mich nun aber überzeugt, dass es eindeutig wert ist, gelesen zu werden. Ich bin sogar richtig gespannt darauf.

    Liebste Grüße
    Ellen

    1. Hallo Ellen,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich wollte mir gerade deine Webseite anschauen, aber leider bekomme ich eine Fehlermeldung :/
      Es freut mich sehr, dass meine Worte dich überzeugen konnten, das Buch zu lesen. Es tut richtig gut sowas zu hören! Halte mich bitte unbedingt auf dem Laufenden und erzähl mir wie dir das Buch letztendlich wirklich gefallen hat 🙂
      Einen schönen Start ins Jahr 2017 und ein schönen Sonntag wünscht dir
      Giv

  2. Hach, ich freue mich, ich habe gerade mein aktuelles Buch beendet und werde nun zur deutschen Ausgabe hiervon greifen 🙂
    Ich bin gespannt, wie Niven mit dem Thema umgehen wird und ob ich mich Libby und Jack näher fühlen werde als du.

  3. Schöne Rezension. Schade, dass dich die Beziehung zwischen den Charakteren nicht überzeugen konnte, aber durch das Thema klingt es trotzdem sehr interessant. „All die verdammt perfekten Tage“ fand ich schon toll, darum ist dieses Buch für mich quasi ein Muss. 🙂

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