Rezension: Calendar Girl – Audrey Carlan

Der Mega – Bestseller „Calendar Girl“ aus den USA überzeugte rasend schnell und auch hier in Deutschland war die Veröffentlichung der Übersetzung ein großer Erfolg. Der letzte Band erscheint am 18. November und beendet damit das Jahr voller Leidenschaft für Mia Saunders. Ich war sehr neugierig auf den Anfang der erotischen Reihe, denn auch „Shades of Grey“ konnte mich vor einigen Jahren, ja vor dem regelrechten Hype, in seinen Bann ziehen (jaaa, ich höre die Buuuh Rufe). Nach dessen Erfolg schien es, als seien alle Hemmungen zerbröckelt und immer mehr Erotikromane eroberten den Buchmarkt. Konnte die Geschichte um Mia Saunders da mithalten?


Inhaltsangabe

„Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Begleitung buchen. Ihre Gesellschaft kostet 100.000 Dollar pro Monat. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals – leichtverdientes Geld! Und der Liebe hat Mia sowieso abgeschworen. Als sie ihrem ersten Kunden, dem Hollywood-Autor Wes Channing, gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Vor ihnen liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Doch Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr. Januar…“

Calendar Girl - Audrey Carlan
Titel: Calendar Girl – verführt | Autorin: Audrey Carlan | Verlag: Ullstein | Format: Ebook | Seitenanzahl: 368 | Preis: 8,99€ | ISBN: 13-9783843713696 | Vielen Dank an Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Rezension

Die Grundstory um Mia Saunders, die Protagonistin der Erotikgeschichte „Calendar Girl“ – sind wir uns einig, dass allein der Name schon billig klingt? – hat mir recht gut gefallen, da es nicht das typische Klischee von „Mauerblümchen trifft auf unfassbaren Bad Boy mit dunkler Vergangenheit“ (Grey Anspielungen sind nicht akzeptabel!) aufgriff. Zwar war die Idee Carlans, Mia für einen High Class Escort Service, der rein zufällig ihrer Tante gehört, arbeiten zu lassen, um die Schulden ihres Vaters abbezahlen zu können (es geht schließlich um Leben und Tod!) wirklich unrealistisch, aber eben auch mal eine angenehme andere Herangehensweise, die aus der Menge der Erotikgeschichten durchaus heraussticht.

An dessen Stelle waren Dominanz, Begierde und Lust getreten. Meine drei liebsten Dinge. („Calendar Girl“ – Audrey Carlan)

Trotz dessen und trotz allem sind die Charaktere in „Calendar Girl“ allesamt ziemlich oberflächlich und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Mia zweifelt nicht lange und nimmt sofort den Job in dem Escort Service ihrer Tante an, als ob es keine andere Wahl gegeben hätte? Definitiv nicht meine Welt und definitiv nicht das was ich erwartet habe. Aber huch, womit habe ich denn gerechnet?

Zumindest laut dem Verlag „Ullstein“ soll „Calendar Girl“ eine „LIEBESGESCHICHTE, SO SCHÖN WIE »PRETTY WOMAN« – nur heißer!“ sein, meiner Meinung entspricht dies nicht. „Calendar Girl“ ist ganz klar eine Erotikgeschichte und so dachte ich auch, es drehe sich alles um dreckigen, leidenschaftlichen und schmutzigen Sex. Weit verfehlt. Ja,es gibt Sex, viel Sex und dieser steigert sich auch von Monat zu Monat, aber es ist immer wieder das gleiche. Jeder Mann ist ein wahrer Gott, einer hübscher als der andere. Jeder Mann versetzt Mia beim bloßen Anblick in Ekstase, jedes Mal zieht sich ihr Unterleib wohlig zusammen und sie kann sich kaum bändigen. Und es fällt ihr ja auch ach so schwer, sich von diesen Männern noch zu trennen. Lebensbereichernde Erfahrungen, die sie so froh ist gemacht zu haben. Es tut mir Leid, aber ich konnte es nicht ernst nehmen. Eine moderne Version des Klassikers „Pretty Woman“? Das ist es wahrlich nicht. Die Charaktere sind flach und überhaupt nicht vielseitig und gerade die Protagonistin Mia zerrte gewaltig an meinen Nerven – steigerte sie sich doch schnell in meist harmlose Situationen ein, legte viel zu viel Wert auf die Meinung anderer und trat so unästhetisch auf, mir klappte regelmäßig die Kinnlade herunter. Ich freute mich auf einen erregenden Erotikroman und wurde stattdessen in eine Glitzerwelt geführt, die mir so gar nicht gefiel.

Selbst Mia musste erkennen, dass sie nicht Julia Roberts ist. Und seien wir mal ehrlich? Julia Roberts hat mich in ihrer Rolle als „Pretty Woman“ definitiv überzeugen können.

„Das hier ist nicht Pretty Woman, und ich bin auch nicht Julia Roberts.“ („Calendar Girl“ – Audrey Carlan)


Fazit

Der Auftakt der „Calendar Girl“ Reihe bietet eine interessante Grundhandlung, aber allerdings auch eintönige erotische Handlungen und eine konsequente Oberflächlichkeit, die mich beim Lesen des Ebooks sehr gestört haben. Ein erfrischender Erotikroman, der mich nicht überzeugen konnte.


Über die Autorin

„Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und begeisterte damit eine immer größere Fangemeinde, bis Waterhouse Press sie unter Vertrag nahm. Ihre Serie »Calendar Girl« stürmte die Bestsellerlisten von USA Today und der New York Times und wird als das neue »Shades of Grey« gehandelt. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.“ (Quelle)


Lieblingslinks

Rezension Calendar Girl – verführt von Audrey Carlan von Laura auf dem Blog „Medienmädchen“

Carlan, Audrey: Calendar Girl – verführt von Vanessa auf dem Blog „Vanessas Bücherecke“

Rezension | Audrey Carlan | Calendar Girl – verführt von Kate auf dem Blog „Kates Leselounge“

 

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