Interview: Im Gespräch mit Thomas Staack

Wer ist Thomas Staack?

Autor - Thomas Staack

„Thomas Staack, geboren 1972 in Lübeck, hat in Freiburg Rechtswissenschaften studiert. Im Studium begann er, seine fantasievollen Ideen als Kurzgeschichten zu Papier zu bringen. Er trainiert Kinderfußballmannschaften und schreibt Artikel und Trainingseinheiten für das Fachmagazin fussballtraining junior und die beliebten Webportale DFB Training Online und DFB Training Live. Mit seiner Familie lebt er in Düsseldorf.
Fritz für alle Fälle ist sein erster Krimi, zuvor sind die beiden Fantasy-Romane Shatten ü
ber Falkenstein und Zwanzig Fässer westwärts erschienen.“ (Quelle)


Seine Bücher

Bücher - Thomas Staack

„Fritz für alle Fälle“

„Das Leben von Sebastian Fritz ist ein Scherbenhaufen. Sein Jurastudium ist gescheitert und er hat keine Ahnung, wie er seinen Lebensunterhalt verdienen soll. Frustriert lässt er sich zum Besuch einer Arbeitsvermittlung überreden. Eine Anzeige bringt ihn dort auf eine Idee: Er will den ausgestorbenen Beruf des Privatdetektivs wiederbeleben. Gleich sein erster Auftrag führt ihn auf die Spur eines Doppelmörders und in die sozialen Brennpunkte von Rhein City, der aus Köln und Düsseldorf zusammengewachsenen Mega-Stadt der Zukunft.“ (Quelle) – Hier erhältlich.

„Schatten über Falkenstein“

„Als sich Nepomuk der Tradition seines Volkes widersetzt, gerät sein Leben aus den Fugen. Er muss die Heimat verlassen und wandert ziellos durch den Schattenwald. Dort fällt ihm ein Zauberbuch in die Hände, mit dem sein großes Abenteuer beginnt. Von Kobolden gejagt, findet er neue Freunde und flieht mit ihnen nach Falkenberg, in die Hauptstadt der Menschen. Doch hinter den Stadtmauern erwartet ihn keine Sicherheit. Das Heer der Kobolde marschiert gen Westen, um das ganze Land zu erobern, und eine finstere Gestalt des Grauens ist mitten unter ihnen. Nepomuk erkennt, dass sein Schicksal eng mit dem der Menschen verknüpft ist und ihm nichts anderes übrig bleibt, als sich dem drohenden Untergang mit neu entdeckten Kräften entgegenzustellen.
Schatten über Falkenstein ist der zweite Fantasy-Roman von Thomas Staack und der Nachfolger von Zwanzig Fässer westwärts.“ (Quelle)- Hier erhältlich.

„Zwanzig Fässer westwärts“

„Lucas der Dieb hat ein Problem. Er hat sich in die Frau eines reichen Kaufmanns verliebt, aber kein Geld, um heimlich mit ihr zu fliehen. Deshalb lässt er sich von seinem Freund Martin zu einem ungewöhnlichen Auftrag überreden. Gemeinsam sollen sie zwanzig Fässer Rum in die Hauptstadt Falkenberg bringen. Doch die Handelsreise wird bald zur beschwerlichen Irrfahrt. Als Räuber und Ungeheuer ihren Weg kreuzen, ahnt Lucas, dass er sich auf ein gefährliches Abenteuer eingelassen hat und er seine große Liebe niemals wiedersehen könnte.“ (Quelle) – Hier erhältlich.


Das Interview

Erzähl mir von dir, Thomas. Alles was dir als wichtig erscheint, was dich ausmacht und was du bisher erlebt hast, ist hier gut aufgehoben.

Ich bin Autor und Kinderfußballtrainer, inzwischen entspannte 44 Jahre alt, glücklich verheiratet und stetig geforderter Papa eines fröhlichen Jungen. Studiert habe ich in Freiburg – eine Zeit, die ich sehr genossen habe und die mich maßgeblich geprägt hat.

Beschreibe dich selbst mit wenigen Worten.

Schreibbesessen, begeisterungsfähig, fußballverrückt und voller Ideen und Träume, die sich hoffentlich noch verwirklichen lassen.

Wie bist du dazugekommen Autor zu sein? Wie hat alles begonnen?

Ich habe im Studium begonnen, Kurzgeschichten zu schreiben, die irgendwann in der digitalen Staubecke meiner Festplatte gelandet sind. Eine Zeit lang habe ich dann nur noch Fachartikel für den DFB und einen Sportverlag verfasst, bis meine Frau die Geschichten entdeckt und für „durchaus unterhaltend“ befunden hat. Das hat mich motiviert, seitdem habe ich drei Bücher geschrieben. Wahrscheinlich brauchte ich einen Schubs in die richtige Richtung.

Warst du in der Schule gut in Deutsch?

Eigentlich schon. Ich hatte ein ganz gutes Gefühl für Rechtschreibung und Grammatik. Allerdings hatten meine Aufsätze den Ruf, gern vom Thema abzuweichen und den roten Faden zu verlieren. Kontinuierliche Spannungskurven habe ich damals selten hinbekommen.

Dein absolutes Lieblingsbuch? Welches und warum?

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es beinahe in einer Nacht verschlungen. Es ist spannend, fesselnd, verwunschen und fantasievoll – besser kann man kaum schreiben.

Dein Lieblingsgedicht?

Das Ringgedicht von J. R. R. Tolkien

Was bedeutet das Schreiben für dich?

Schreiben ist ein Teil von mir, es ist mir immer leicht gefallen. Ich schreibe grundsätzlich gern und muss mich nie dazu zwingen. Für mich fühlt es sich nicht wie Arbeit an, mehr wie ein leidenschaftliches Hobby.

Hast du eine bestimmte Technik mit der du arbeitest und deine Geschichten entwickelst?

Da bin ich ziemlich ungewöhnlich. Ich mache genau das, was man als Autor eigentlich nicht machen soll: Ich schreibe die Geschichte von Anfang bis Ende. Natürlich mache ich Sprünge, schreibe Zwischenkapitel und spätere Handlungskomplexe, doch im Grunde arbeite ich sehr stringent. Oft entwickle ich die Geschichte beim Schreiben und Korrigieren weiter, manchmal im Kopf, dadurch habe ich quasi nie eine Schreibblockade. Niemand anderem würde ich raten, auf diese Art zu schreiben, aber bei mir funktioniert es seltsamerweise so am besten.

Was inspiriert oder motiviert dich beim Schreiben?

Vieles. Eigene Erfahrungen aus der Vergangenheit, aktuelle politische Ereignisse, meine Freunde und Familie, Menschen in meiner Umgebung und Orte, an denen ich gelebt habe oder noch leben möchte.

Was ist deine größte Schwierigkeit beim Schreiben?

In Phasen überschwänglicher Begeisterung neige ich zu Übertreibungen. Auf Weisung meiner Lektoren muss ich dann schwermütig ganze Passagen streichen.

Gehst du kritisch mit dir selbst um?

Ich versuche, sehr selbstkritisch zu sein, nehme mir Kritik und Rezensionen zu Herzen, um daraus zu lernen. Andererseits halte ich es für wichtig, sich nicht verunsichern zu lassen und sich ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein zu bewahren. Manchmal brauche ich eine Weile, um mich für Kritik zu öffnen und sie umzusetzen. Das ist oft ein schmaler Grad.

Beschreibe deine Werke mit jeweils drei Worten.

So wenige Worte mache ich eigentlich nie, aber ich will es versuchen.

Zwanzig Fässer westwärts: Dieb – Liebe – Abenteuer

Schatten über Falkenstein: Muk – Reise – Finsternis

Fritz für alle Fälle: Student – Neuanfang – Zukunft

Was hat dich zu der Handlung deiner Bücher inspiriert?

Vor allem die Menschen und die gesellschaftlichen Entwicklungen um mich herum.

Was möchtest du der Welt mit den Geschichten mitteilen?

Ich möchte die Welt vor allem unterhalten. Die eine oder andere Botschaft wird sich dennoch einschleichen, doch das mache ich mir selten bewusst. Charlie Chaplin hat einmal gesagt: „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“ Ich hoffe, dass meine Geschichten die Leser häufig zum Lächeln bringen.  

Nochmal zurück zu dir, lieber Thomas. Was bedeutet Fußball für dich?

Viel. Ich habe schon als kleiner Junge gekickt, bin später Trainer und DFB-Autor geworden. Für mich ist der Fußball wichtig im Leben, aber nicht das Wichtigste.

Welchen Traum würdest du dir gerne erfüllen?

Ich wäre gern Bundesligatrainer für eine Saison, doch wahrscheinlich würde man mich vor Saisonende entlassen.

Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Das kommt darauf an, welchen Zeitpunkt man zugrunde legt. Ein paar Berufsträume habe ich mir schon verwirklicht, andere nicht. Meine Vorstellungen haben sich über die Jahre oft geändert. Astronaut, Fußballprofi, Chemiker, Anwalt für Familienrecht – das alles könnte heute wohl schwierig werden.

Gibt es etwas, was du in deinem Leben bereust gemacht zu haben und ändern würdest, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Ich würde nicht noch einmal Rechtswissenschaft studieren. Aber ich habe im Studium  Menschen kennengelernt, die mich sehr beeindruckt haben, und Freunde gefunden, die ich sonst vielleicht nicht getroffen hätte. Vermutlich ist es besser, die Zeit nicht zurückdrehen zu wollen, sondern nach vorne zu schauen. Man kann immer ändern, was einem nicht gefällt.

Auf welche zwei Dinge könntest du nicht verzichten?

Eiscreme und Schreiben.

Was macht dich wirklich und wahrhaftig glücklich?

Meinem Sohn beim Spielen zuzusehen.

Wie sieht dein perfekter Tag aus?

Zwei Cappuccino, eine Kugel Erdbeereis, ein langes Gespräch mit Freunden, ein halbes Kapitel, eine neue Idee, eine Playmobil-Piratenschlacht und abends ein Stadionbesuch in Köln. Perfekt… (-:

Und nun kommen wir auch schon zum Ende des Interviews. Hier kannst du nochmal alles loswerden, was du schon immer mal loswerden wolltest.

Turbo-Abi, kurzes Studium, Arbeitsstress, keine Zeit mehr für Hobbys, Freunde, Kinder und soziales Engagement – das ist eine fatale gesellschaftliche Entwicklung. Leute, tretet auf die Bremse und genießt das Leben! Und sagt laut: Wir wollen das nicht, wir machen da nicht mit!

 

 

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