Interview: Im Gespräch mit Manuela Inusa

Wer ist Manuela Inusa?

„Manuela Inusa wusste schon als Kind, dass sie einmal Autorin werden wollte. Die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin arbeitete sich durch verschiedene Jobs, wollte aber eigentlich immer nur eins: Schreiben. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag sagte sie sich: Jetzt oder nie! Inzwischen hat sie im Selfpublishing mehr als dreißig Romane veröffentlicht, die viele Leserinnen erreichten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in ihrer Heimatstadt Hamburg. In ihrer Freizeit liest und reist sie gern, außerdem liebt sie Musik, Serien, Tee und Schokolade.“(Quelle)

Manuela Inusa findet ihr im Netz auf ihrer eigenen Website, Facebook und Instagram.

Autorin Manuela Inusa - A handful of literature
© Manuela Inusa

Ihr Roman „Auch Donnerstags geschehen Wunder“

„Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Einen Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie.“ (Quelle)


Das Interview

Erzähl mir von dir, Manuela. Alles was dir als wichtig erscheint, was dich ausmacht und was du bisher erlebt hast, ist hier gut aufgehoben.

Hallo liebe Giverney, ich freue mich, dass du mich interviewst. Mein Name ist Manuela Inusa, ich bin vor 35 Jahren in Hamburg geboren worden und wohne noch immer in der schönen Hafenstadt. Inzwischen bin ich verheiratet und habe zwei Kinder, denen ich neben dem Schreiben meine Zeit widme. Ansonsten lese ich gerne, liebe es zu reisen, und ich bin ein richtiger Serienjunkie. Da ich eine besondere Vorliebe für die USA habe, war ich schon mehrmals dort und viele meiner Bücher haben ihren Schauplatz in amerikanischen Städten, zumindest im Selfpublishing, wo ich seit ca. 5 Jahren unter richtigem Namen sowie unter den Pseudonymen Ashley Bloom und Ashley Gilmore Romane veröffentliche. Allerdings schreibe ich auch für den Blanvalet-Verlag, wo bereits zwei meiner Bücher erschienen sind, die aber in England bzw. Schottland spielen. Gerade schreibe ich am nächsten und es macht mir Riesenspaß.

Beschreibe dich selbst mit wenigen Worten.

Ich bin introvertiert, kreativ, leidenschaftlich, fürsorglich, bescheiden und mitfühlend.

Warst du in der Schule zum Beispiel auch gut in Deutsch?

Ja. Ich hatte tatsächlich immer nur Einsen und die anderen Kinder wurden von meiner Deutschlehrerin zu mir geschickt, damit ich ihnen Dinge erklären konnte. Während die anderen bei Ankündigungen von Diktaten und Aufsätzen gestöhnt haben, habe ich mich gefreut. Geschichten habe ich schon immer unheimlich gerne geschrieben.

Bist du etztendlich das geworden, was du früher werden wolltest?

Ja, auf jeden Fall. Ich darf schreiben und die Leute mit meinen Büchern erfreuen – was könnte man mehr wollen?

Wie bist du dazugekommen Autorin zu sein? Wie hat alles begonnen?

Wie gesagt, ich habe schon als kleines Mädchen gerne Geschichten geschrieben, die ich dann meinen Freunden und Verwandten zum Geburtstag, zu Weihnachten etc. geschenkt habe. Später dann, als Teenager, habe ich meinen ersten eigenen Roman geschrieben. Ich wusste schon immer, dass ich nichts anderes machen wollte als schreiben, da blieb es gar nicht aus, eines Tages Autorin zu werden.

Welche Bedeutung hat das Schreiben für dich?

Das Schreiben bedeutet für mich, in andere Welten abtauchen, Figuren, Orte und Geschichten erfinden und formen, und vor allem meinen Lesern ein paar wunderschöne Lesestunden schenken zu können.

Hast du eine bestimmte Technik mit der du arbeitest und deine Geschichten entwickelst?

Ganz ehrlich? Ich weiß, andere Autoren planen und plotten Monate im Voraus. Bei mir kommt alles eher spontan. Ich brauche nur eine Idee, die passende Musik dazu, und ein wenig Inspiration – und dann schreibe ich drauflos. Ändern und überarbeiten muss man am Ende sowieso, ich mag es gerne fließen lassen, solange es kommt.

Gehst du kritisch mit dir selbst um?

Ich bin zwar sehr selbstkritisch, ich glaube aber auch an meine Ideen. Und wenn meine Agentin und meine Lektorin dann derselben Meinung sind, ist das sehr motivierend und es kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

Was ist deine größte Schwierigkeit beim Schreiben?

Hm, lass mich überlegen. Ich habe Probleme mit Namen. Die habe ich auch im richtigen  Leben, ich vergesse sie einfach häufig. Beim Schreiben kommt dann öfter mal das Problem auf, dass ich vergesse, ob ich einen bestimmten Namen bereits in einem anderen Buch verwendet habe. Manchmal heißen sogar in ein und demselben Roman zwei Charaktere gleich. Zum Glück bemerke ich das dann beim Überarbeiten noch. 😉

Wo wir schon beim Thema wären: Beschreibe dein Werk „Auch donnerstags geschehen Wunder“ mit drei Worten.

Schottland. Kekse. Liebe.

Was hat dich zu der Handlung dieses Buches inspiriert?

Ich habe vor einiger Zeit mal diesen Film mit Gwyneth Paltrow gesehen, „Sliding Doors“, in dem es darum geht, was geschehen wäre, wenn die weibliche Hauptfigur an einer bestimmten Stelle im Film anders gehandelt hätte. Genau so, wie es im Film in zwei parallelen Welten weitergeht, erzähle ich in „Auch donnerstags geschehen Wunder“ Mariannes Geschichte ebenfalls in zwei Parallelen. Was wäre gewesen, wenn …? Stellen wir uns diese Frage nicht alle manchmal? Ich dachte, das ist mal was anderes, als immer nur eine schlichte Liebesgeschichte.

Was möchtest du der Welt mit der Geschichte mitteilen?

Dass man manchmal einfach auf seinen Bauch hören, auch mal Risiken eingehen sollte. Wenn man immer in seinem Alltagstrott, in seiner Wohlfühlzone bleibt, wie soll man dann über seinen Schatten springen, Abenteuer erleben, seine wahre Liebe finden?

Was können wir besonders von Marianne lernen? Was hast du selbst aus der Geschichte mitgenommen?

Dass jeder Topf seinen Deckel findet. Dem Schicksal kann man sich nicht entziehen.

Warum spielt die Geschichte in Schottland? Hat dieser Ort eine besondere Bedeutung für dich?

Ich fand einfach, dass das passt, da die Geschichte ein wenig mystisch ist, genau wie Schottland. Als ich zu Recherchezwecken in Edinburgh war, durfte ich durch unterirdische Gassen wandeln und ein altes Schlossgefängnis besuchen, die perfekte Kulisse für den Roman.

Wie geht es nach „Auch Donnerstags geschehen Wunder“ weiter. Worum geht es in deinem nächsten Schreibprojekt?

Es wird um Freundschaft und Liebe und Legenden gehen und wieder in England spielen.

Zurück zu dir, Manuela. Gibt es etwas, was du in deinem Leben bereust gemacht zu haben und ändern würdest, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Ich könnte jetzt sagen, dass ich meine ersten, nicht sehr professionellen Veröffentlichungsversuche bereue, oder dass ich es bedaure, mich nach der Geburt meiner Kinder nicht schon früher wieder aufs Schreiben konzentriert zu haben … aber ich bin der Meinung, dass alles zu seiner Zeit kommt. Vielleicht war die Zeit einfach noch nicht reif für mich. Jetzt ist sie es.

Dein absolutes Lieblingsbuch? Welches und warum?

Ich finde, „América“ von T.C. Boyle ist ein beeindruckendes Buch, ich habe es schon so oft gelesen, dass mein Exemplar ganz zerfleddert ist. Ich habe bisher kein zweites Buch gefunden, das mich so mitnimmt und in seinen Bann zieht.

Das habe ich leider noch nicht gelesen. Und dein Lieblingsgedicht?

Tut mir leid, ich bin wirklich nicht so der Lyrik-Fan, weshalb ich leider auch mit gar keinem Lieblingsgedicht dienen kann.

Schade! Welchen Traum würdest du dir gerne erfüllen?

Ich habe mir schon so viele meiner Träume erfüllen können – ich bin viel herumgereist, habe eine tolle Familie, meine Bücher liegen in der Buchhandlung aus. Was könnte ich da noch sagen? Eine Buchverfilmung wäre nicht schlecht. 😉

Auf welche zwei Dinge könntest du nicht verzichten?

Schokolade und Bücher.

Was macht dich wirklich und wahrhaftig glücklich?

Eine ehrliche, berührende Rezension eines Lesers.

Wie sieht dein perfekter Tag aus?

Ein Tag in Los Angeles mit viel mexikanischem Essen. 🙂

Zum Schluss hast du die Möglichkeit all das loszuwerden, was du schon immer mal loswerden wolltest.

Ich möchte dir und all den anderen lieben Bloggern und Lesern für die enorme Unterstützung danken. Was wären ich und meine Bücher ohne euch?

Vielen lieben Dank, Manuela!

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